Das Aufkommen solcher Energiequellen, die praktisch unerschöpflich und allumfassend einsetzbar sind, wirft eine Reihe von politischen, ökonomischen und sozialen Fragen auf. Diese Fragen werden nicht schlagartig zu stellen sein, haben jedoch eine langfristige Bedeutung, über die hier einige persönliche Bemerkungen zum Nachdenken anregen sollen.

Das Problem der etablierten Physik-Wissenschaft

Von der etablierten Wissenschaft wurde die Möglichkeit dieser Form der Energiegewinnung bisher überwiegend skeptisch, wenn nicht sogar als absolut unmöglich, dargestellt. Das liegt zum einen daran, dass eine solche Energiegewinnung dem gegenwärtigem 'Standardmodell' der Physik widerspricht und anderseits, dass es noch keine einheitliche theoretische Erklärung für das LENR-Phänomen gibt. Wie bekannt, wird mit dem internationalen Forschungsreaktor ITER mit einer sehr aufwendigen und schwierig zu beherrschenden Technik, geplanten, ebenfalls das Energieproblem zu lösen. Die dabei aufgtretenden Prolme sind so gravierend, dass noch Jahrzehnte vergehen können, ehe damit ein Energieüberschuss in Aussicht steht. Dieser mit einer 'heißen Fusion' arbeitende Reaktor wird bis zur erhofften Fertigstellung noch Mittel in Milliarenhöhe benötigen. Erste Ergebnisse mit diesem Versuchsraktor hofft man bis 2025 zu erhalten - wohlgemerkt: als Versuchsreaktor - bis zum Einsatz eines Energie liefernden Gerätes ist der Zeitrahmen noch nicht abgesteck.Erschreckend ist in diesem Zusammenhang, dass in einigen Veröffentlichungen von Meinungsmanipulationen gesprochen wird, die ein falsches Bild der möglichen Energieausbeute des Gerätes bieten.

In dem nebstehenden Bild wird vom ITER der Eindruck erweckt, dass aus 50 MW Eingangsleistung eine Ausgangsleistung von 500 MW zu erwarten sei. In Wirklichkeit wurde dabei nur ein Teil der notwendigen Eingangsleistung angegeben - der große Energiebedart für die Erzeugung des Einschlussmagnetfeldes und für den Betrieb von Hilfsaggregaten wurde nicht mit berücksichtigt. In diesem Dokument wurde dazu Don Rej (Wissenschaftler des Los Alamos National Laboratories und Vorsitzender des U.S. Fusion Energy Sciences Advisory Committee, eine Bundesbehörde, welche das Department of Energy berät) angesprochen, welcher daraufhin geantwortete: “That page is specifically written for the public, not fusion experts” (Diese Seite ist speziell für die ÖPffentlichkeit geschrieben, nicht für Fusionsexperten).

Typisch ist die Antwort eines Physik-Hochschullehrer auf meine Frage, ob man sich in der Lehre mit der LENR-Technologie auseinandersetzen wird:
"Ich sehe mich als Vertreter der Lehrbuchphysik und die Kalte Fusion gehört nicht dazu. Die Ergebnisse von Pons und Fleischmann widersprechen den Grundgesetzen der Quantenmechanik. Es ist eine Fehlmessung"
Interessant ist, dass hier auf Versuchsergebnisse und Wiederholungsversuche aus dem Jahre 1989 Bezug genommen wird, neue Ergebnisse werden nicht zur Kenntnis genommen.
Offenbar wird an anderer Stelle (z. B. Russland, China, Japan, Länder Südostasiens) intensiv auf diesem Gebiet geforscht.

Was sagt die Politik dazu?!

Nach EU-Forderungen, die nicht publiziert wurden, hat die Europäische Union ein Dokument veröffentlicht, welches empfiehlt, neben den herkömmlichen Energielösungen stärker an der LENR-Technologie zu forschen!
Der Regierung zumindest in Deutschland und allen Parteiführungen dürften die hier dargelegten Fakten im Prinzip bekannt sein - nicht zuletzt durch einen 'Offenen Brief' an die Bundeskanzlerin.
Hier die ein Auszug aus der Antwort der Bundesregierung auf diesen offenen Brief an Frau Merkel:


Die Ergebnisse hat Rossi lange offengelegt, unabhängige Demonstrationen haben längst die Machbarkeit bewiesen - was will man noch?
Eine verblüffend dumme Antwort erhielt ich auf meine zugesandte Information an die Bundeszentrale der Grünen: Sie wollen alles was mit 'nuklear' in Verbindung steht nicht anwenden - man habe bessere Technologien!

Politische Auswirkungen

Zunächst würde langfristig die Abhängigkeit der bisher Energierohstoffe importierenden Länder von dem Markteinflüssen beseitigt werden. Kriegerischen Konflikte dieserhalb dürften dann keine dominierende Rolle mehr spielen, Die Möglichkeit, dass damit eine Abhängikeit der Energienutzer minimiert, wenn nicht ganz beseitigt wird, stellt einen großen Eingriff in die Gestaltungsmöglichkeiten der staatlichen Einnahmequellen dar. Diese würden sicherlich teilweise zu erhalten sein, indem man den Betrieb solcher autonomer Anlagen von staatlichen Genehmigungen und Sanktionsmöglichkeiten abhängig macht. Solche Einflussnahmen stoßen in der Praxis sicher auf Grenzen.
Sollten das die Gründe für das Verschweigen dieser neuen Technik sein, und wie kann es geschehen, dass die sonst auf jede Sensationsmeldung reagierenden Publikationsorgane das Thema strikt meiden?

Ökonomisch Aspekte

Entsprechend der bisher bekannten Leistungsfähigkeit der bekannten neuen Energietechnologien ist zunächst zu erwarten, dass der Einsatz als erstes in Kommunen, kleineren Betriebsstätten und Einrichtungen sowie in Haushalten zu erwarten ist. Abhängig von der zu erzeugenden Energieform (Wärm, Elektrizität) würde das zu einem schrittweisen Rückgang an Öl- und Gasverbrauch führen. Schon an dieser Stelle sind gravierende Auswirkungen u. A. auf das Baugewerbe (wenig Wärmeschutz notwendig), auf Errichteer und Betreiber von Wind- und Sonnenkraftanlagen, auf die Hersteller von Verkehrssmittel, die sich nach und nach auf eine neue Antriebstechnik einstellen müssten - um nur Einiges zu nennen.
Problematisch könnte werden, dass die preiswertere Förderung, Aufbereitung und Weiterverarbeitung von Rohstoffen und deren Transport zu stark sinkenden Preisen tendiert. Was auf dem ersten Blick nur Vorgteile zu haben scheint, kann in der profitorientierten Wirtschaftsweise zu einer weiteren Ausweitung der Wegwerfmentalität sorgen.
Sicherlich wird man die bestehende Wirtschaftsweise nicht abschaffen können/wollen/dürfen, aber strategisches Denken scheint gefragt, um solche negativen Folgen zu vermeiden.

Soziale Fragen

Wie jede neue Grundlagentechnologie werden auch dieser neuen Energietechniken eine Umstrukturierung des Arbeitsmarktes erfordern. Während die großen Kraftwerke zunächst noch nicht betroffen sein werden, könnten sich in allen Gewerken, die mit Heizgeräten, Wärmepumpen, dem Hausbau (Isolation), dem Heizöl- und Gasverttrieb, der Solarstechnik und der Windtechnik befasst, in relativ wenigen Jahren Umstrukturierungen notwendig machen - um nur naheliegendsten Zweige zu nennen.
Andererseits wird die Herstellung von Geräten, welche die neuen Techniken beinhalten, als neuer Wirtschaftzweig entwickeln. Eine positive Auswirkung könnte auch sein, dass die in der Bevölkerung eingesparten Mittel für Energie anderweitig investiert werden könnten, was der heimischen Wirtschaft zu Gute kommen und darüber hinaus Steuereinkommen generieren würde, was die Steuerausfälle für den Wegfall von Energiestoffsteuern zumindest teilweise kompensieren könnte.
Dass eine intakte Umwelt eine wichtige Voraussetzung für ein gutes soziales Umfeld ist, sei wohl unbestritten. Eine Energiegenerierung mit minimalen Umwelteinflüssen ist sicher ein Traum, der mit den neuen Energietechniken in Erfüllung gehen könnte.
Ein weiterer wichtiger Aspekt:
Unser gesamtes soziales Leben hängt durch die digitale Durchdringung aller Lebens- und Wirtschaftsbereiche von einer immer funktionierenden Stromversorgung ab.
Man rechnet heute damit, dass nach 48 Stunden Stromausfall ein extremer Notstand eintritt und dieser im Chaos endet. Die historisch gewachsene extreme Zentralisierung der Energieerzeugung und Verteilung trägt dieser Bedrohung in keiner Weise Rechnung. Die selbst nach dem 2. Weltkrieg recht schnell wieder funktionierende Stromversorgung war u. A. der damals noch dezentralen Energieerzeugung in zahlreichen Stadtwerken zu verdanken. Im Lichte dessen scheint es unausweichlich, wieder zu Dezentralisierung der Stromerzeugung und Verteilung überzugehen. Die hier angeführten Techniken sind das Mittel, durch eine standortunabhängige Stromversogrung diese Dezentralisierung zu erreichen.Schon im Interesse der nationalen Sicherheit erscheint das Vernachlässigen dieses Gesichtspunktes im höchsten Maße fahrlässig. Gerade die aktuellen Ereignisse zeigen, welchen Gefahren die digital vernetzte Stromversorgung ausgesetzt ist und welche katastrophal-chaotischen Auswirkungen bei einem großflächigen Stromausfall drohen.

Eine andere Bedrohung:
Hier sind sehr eindrucksvoll die Auswirkung eines elektromagnetischen Pulses beschrieben. Auf die USA bezogen wird dort eingeschätzt, dass innerhalb eines Jahres 90 % der Bevölkerung sterben könnte - wobei es nicht eine Frage des OB sondern des WANN für das Eintreten eines solchen Ereignisses sei. Desgleichen wird in dem Beitrag über Möglichkeiten des Schutzes von Elektronik berichtet. Bei Wikipedia ist ein Beitrag zu diesem Thema vorhanden.



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